Bedeutung der sachgemäßen Handhabung von Solarmodulen

Ein Glaser wird seine Fensterscheiben niemals waagrecht transportieren, über eine Kante ziehen, betreten, oder gar fallen lassen. Warum? Jeder Absturz oder jede zu große mechanische Belastung führt zum Glasbruch und die Scheibe ist kaputt und kann nicht mehr verwendet werden – logisch!

 

Bei Solarmodulen ist das anders. Augenscheinlich verzeihen Sie viele Handhabungssünden. Selbst ein Abrutschen von der Palette oder der waagrechte, hüfthohe Fall auf den Boden scheint einem Modul außer ein paar Kratzern am Modulrahmen nichts anzuhaben.

 

Die Untersuchungsergebnisse von Christopher Olschok belehren den Solarteur eines besseren. Christopher Olschok ist Student an der Hochschule München und hat in Zusammenarbeit mit Professor Dr.-Ing. Gerd Becker, der Solarschmiede GmbH und Markus Schmid von Krannich Solar anhand von Fallstudien und Messungen mit Spezialgeräten typische Handhabungsfehler beim Umgang mit Solarmodulen untersucht. Das Ergebnis dieser dreijährigen Forschungsarbeit zeigt, dass selbst als harmlos geltende kleine Unfälle beim Modul-Handling zu Mikrorissen und zum Teil zeitverzögert zu Leistungsabfällen führen können.

 

Im Rahmen seiner Forschungsarbeit hat Herr Olschok auch die Handhabung von Solarmodulen im Unternehmen Krannich Solar unter den entsprechenden Gesichtspunkten überprüft und als vorbildlich bewertet. „Dieser vorbildliche Umgang bei Lagerung, Bewegung, Verpackung und Transport von Solarmodulen ist leider nicht überall selbstverständlich“, so Christopher Olschok bei seinem Besuch bei Krannich Solar.

 

Die Ergebnisse seiner Studie hat Christopher Olschok in einer Präsentation zusammengefasst, die er im Hause Krannich Solar den lager- und transportverantwortlichen Mitarbeitern vortrug. Darüberhinaus gibt es ein Merkblatt, welches die wichtigsten Handhabungsfehler und deren Folgen zusammenfasst: Untersuchung von Handhabungsfehlern