Im Brandfall: Löschen erlaubt

Solarmodule verhindern die Löscharbeiten nicht.

 

Was ist das Besondere?


Leitungen und Bauteile einer PV-Anlage führen bei Lichteinfall ständig elektrische Spannung. Wird ein Wasserstrahl aus zu geringer Entfernung auf die Solarmodule gerichtet, kann sich dadurch der Stromkreis schließen und den nassen Feuerwehrmann unter Strom setzen.

 

Wie handelt die Feuerwehr?


Eine PV-Anlage ist eine „elektrische Anlage“ und dafür gibt es seitens der Feuerwehr eine entsprechende Richtlinie, die regelt, was im Brandfall zu beachten ist. Speziell für die Brandbekämpfung eines Gebäudes mit einer Solaranlage hat eine Expertenkommission des deutschen Feuerwehrverbandes und des BSW (Bundesverband Solarwirtschaft e.V.) eine Handlungsempfehlung entwickelt. Diese enthält eine detaillierte Checkliste, wie sich die Feuerwehr im Brandfall verhalten soll.

 

Was kann der Hausbesitzer tun?


Um der Feuerwehr die Löscharbeiten zu erleichtern, sind folgende vorbeugende Maßnahmen erforderlich:

  • Anbringen eines „Hinweisschildes PV-Anlage“ und einer „Infokarte PV-Anlage“, wie es z.B. die Feuerwehr Filderstadt empfiehlt , am elektrischen Hausanschluss
  • Meldung der Anlage bei der örtlichen Feuerwehr
  • Installation eines so genannten Feuerwehrschalters wie der Eaton SOL30-SAFETY. Damit kann die Leitung von den Solarmodulen zum Wechselrichter spannungslos geschaltet werden und ermöglicht so der Feuerwehr die gefahrlose Brandbekämpfung.