Niederspannungsrichtlinie VDE-AR-N 4105

Um im Falle einer Überfrequenz die Stabilität im europäischen Verbundnetz zu sichern, müssen zukünftig auch die vorwiegend an das Niederspannungsnetz angeschlossenen PV-Anlagen während des normalen Netzbetriebes ihren Beitrag zur Spannungshaltung leisten. Das regelt seit dem 01.07.2011 die neue Niederspannungsrichtlinie VDE-AR-N 4105. Diese Regelung hat grundsätzlich keine Auswirkungen auf den zu erwartenden Ertrag einer PV-Anlage.

 

In der überarbeiteten EEG-Novelle 2012 wurden neben weiteren gesetzlichen Änderungen auch einige technische Vorschriften zum Einspeisemanagement beschlossen. Diese sind seit 01.01.2012 gültig und müssen zusätzlich zur VDE-Richtlinie beachtet werden.

 

Alle Wechselrichtermodelle der Hersteller KACO, SMA und KOSTAL, die oben genannte Anforderungen erfüllen, haben wir für Sie zusammengefasst. Die Ergebnisse stehen hier für Sie zum Download bereit.

 

Verbaubare Wechselrichter - KACO

Verbaubare Wechselrichter - SMA

Verbaubare Wechselrichter - KOSTAL

Verbaubare Wechselrichter - Power One

Die neue Niederspannungsrichtlinie im Überblick

Nennleistung WR

Anforderung VDE-AR-N 4105

3,68 kVA bis 13,8 kVA

  • Max. 4,6 kVA Schieflast pro Phase
  • Bereitstellung von Blindleistung
  • Verschiebungsfaktor maximal cos phi 0,95kapazitiv/induktiv

13,8 kVA bis 30 kVA

  • Bereitstellung von Blindleistung
  • Einsatz dreiphasiger WR oder kommunikative
  • Kopplung dreier einphasiger Geräte für die Leistung, die 4,6 kVA pro Phase übersteigt
  • Verschiebungsfaktor maximal cos phi 0,90kapazitiv/induktiv

30 kVA bis 100 kVA

  • Bereitstellung von Blindleistung
  • Externer zentraler NA-Schutz in einfehlersicherer Ausführung
  • Einsatz dreiphasiger WR oder kommunikative Kopplung dreier einphasiger Geräte für die Leistung, die 4,6 kVA pro Phase übersteigt
  • Keine jederzeit zugängliche Schaltstelle mehr vorgeschrieben
  • Verschiebungsfaktor maximal cos phi 0,90kapazitiv/induktiv

größer 100 kVA

  • Bereitstellung von Blindleistung
  • Externer zentraler NA-Schutz in einfehlersicherer Ausführung
  • Einsatz dreiphasiger WR oder kommunikative Kopplung dreier einphasiger Geräte für die Leistung, die 4,6 kVA pro Phase übersteigt
  • Keine jederzeit zugängliche Schaltstelle mehr vorgeschrieben
  • Möglichkeit zur ferngesteuerten Leistungsbegrenzung durch den Netzbetreiber
  • Verschiebungsfaktor maximal cos phi 0,90kapazitiv/induktiv

 

Zusätzlich zur VDE-Richtlinie müssen die gesetzlichen Anforderungen der EEG-Novelle ab dem 01.01.2012 berücksichtigt werden.

Die EEG-Novelle 2012 im Überblick

Einspeisemanagement lt. EEG-Novelle 2012

Anlagenleistung


< 30 kWp

  • Fernabregelbarkeit oder Wirkleistungsreduzierung auf 70% der installierten Leistung am Netzeinspeisepunkt

30 bis 100 kWp

  • Fernabregelbarkeit (Übergangsfrist zur Nachrüstung von Altanlagen die ab dem 1.1.2009 errichtet wurden bis 31.12.2013)

> 100 kWp

  • Fernabregelbarkeit (Übergangsfrist zur Nachrüstung von Altanlagen bis 30.6.2012)
  • Vorhalten einer Einrichtung zum Abruf der Ist-Einspeisung (Übergangsfrist zur Nachrüstung von Altanlagen bis 30.6.2012)