Eigenverbrauchslösung mit Solar-Log

15.05.2012
Auswirkungen der 70%-Regel auf die Anlagenleistung

Ergebnisse der Monatsauswertung

Seit dem 01.01.2012 sieht das Einspeisemanagement der EEG-Novelle vor, dass Solarstromanlagen mit einer Anlagenleistung unter 30 kW

  • fernabregelbar sein müssen oder
  • in ihrer Wirkleistung auf 70% der installierten Leistung am Netzeinspeisepunkt reduziert werden müssen.

Siehe auch Niederspannungsrichtlinie und EEG.

 

 

Wir haben die Wirkleistungsreduzierung auf 70% genauer unter die Lupe genommen und anhand einer unserer Referenzanlagen exemplarisch deren Auswirkungen berechnet.

 

Anlagendaten:

 

Standort: 39418 Neundorf
Module: 40 St. Luxor EcoLine 180 W
Wechselrichter: 2 Stück SMA SB3800
Leistung: 7,2 kWp (davon 70% entspricht 5,04 kWp)
Ausrichtung: 15° SW, 45° Dachneigung
Inbetriebnahme: 23.03.2010
Monitoring: Solar-Log 500

 

Bei unserer Beispielrechnung für eine Anlage, die im 1. Halbjahr 2011 mit der 70%-Regel betrieben worden wäre, ließe sich ein Ertrag von 96,4% der tatsächlichen Anlagenleistung verbuchen.

 

Es wurde für jeden Tag der Monate Januar bis Juni ausgewertet, wie lange im Lauf des jeweiligen Tages die Leistung bei mehr als 70% der Generatornennleistung lag. Diese Leistungsspitzen wurden dann hochgerechnet und zu einer Monatssumme addiert, die prozentual ins Verhältnis zum Gesamtertrag gesetzt wurde.

 

Wäre diese Anlage nach der 70%-Regel betrieben worden, hätte dies im ersten Halbjahr 2011 zu einem Ertragsverlust von ca. 3,6% geführt.

 

Eigenverbrauchslösung für 70%-Regel mit Solar-Log

 

Der Hersteller Solare Datensysteme hat seine Solar-Log™ Geräte dahingehend weiterentwickelt, dass zusätzlich zur 70%-Einspeisung noch Strom für den Eigenverbrauch abgezweigt werden kann.

Der Solar-Log™ misst dazu kontinuierlich den Stromverbrauch und sendet den Wert, ab welchem abgeregelt werden müsste, an den Wechselrichter. Der Abregelunsgwert ist so berechnet, dass niemals mehr als 70% der DC-Leistung (Gleichstrom) am Einspeisepunkt der Energieversorgungsunternehmen erscheint. Gibt es dennoch einen Verbraucher im Haushalt oder Betrieb, wird vom Wechselrichter entsprechend mehr Strom umgewandelt und für den Eigenbedarf abgezweigt.

 

Praktisches Beispiel:

Eine Anlage mit 10kWp müsste mit der 70%-Regelung auf eine max. Leistung von 7kWp begrenzt werden. Wird mittags ein Verbraucher, beispielsweise der Herd, mit einem 1 kW Stromverbrauch eingeschaltet, könnte der Wechselrichter durchaus auch 8kWp in Wechselstrom umwandeln. Am Einspeisepunkt kommen weiterhin lediglich 7 kWp an.

 

Damit die intelligente 70%-Regelung aktiviert werden kann, wird lediglich ein S0-Stromzähler benötigt, der den Verbrauch des Haushaltes misst. Alle Solar-Log™ Modelle besitzen einen S0-Eingang und können an einen digitalen Stromzähler angeschlossen werden.